Was kann ein regelmäßiger Düsseldorf-Besucher bei einer als "Stadtführung" beworbenen Veranstaltung schon großartig neues sehen und lernen? Diese Frage sollte am Samstag, den 22. August 2009 ab 15:30 Uhr im Rahmen der Sommeraktion von AKADalumni in Düsseldorf beantwortet werden. Ab diesem Zeitpunkt begann AKAD-Dozentin Annette Wegner mit der Instruktion der Teilnehmer. Hierzu bekamen wir jeweils einen Stadtplan, einen abgemessenen Meter Kordel und einen Bogen mit 17 Fragen ausgehändigt. Anschließend gingen wir vom Studienzentrum bis zum Wilhelm-Marx-Haus, wo die Stadtrallye mit zwei Gruppen startete. Bei der Beantwortung der Fragen erfuhr man wissenswertes und heiteres über Düsseldorf und erlief sich nebenbei allerlei sehenswerte Ecken in der Düsseldorfer Altstadt.
Erholung versprach die Schiffstour über den Rhein von der Theodor-Heuss-Brücke über die Altstadtfront, dem Mannesmann-Ufer und dem Landtag bis hin zum Medienhafen bei bestem Sonnenwetter. Und nun? Nun folgte der beste Teil der sozusagen 3-teiligen Stadtführung: die Brauhaus-Runde. Auf dem Weg zum "Kabäuske", in dem der bekannte Düsseldorfer Kräuterschnaps "Killepitsch" ausgeschenkt wird, bekamen wir noch weitere Informationen zum alten Düsseldorfer Hafen (der sich auf diesem Weg befindet, was selbst Düsseldorfer meist nicht wissen) und den in der Nähe zu findenden Häusern im holländischen Baustil. Von dort wechselten wir ins "Uerige", wo das gleichnamige Bier produziert wird. Das urige Ambiente und das herbe Altbier führten auch zu der Idee, mal zu testen, ob man Alt und Kölsch tatsächlich mit verbundenen Augen auseinanderhalten kann. Frau Wegner wettet: kann man nicht.
Der Weg durch die sehr volle Altstadt (blendendes Wetter für den Bummel!) führte uns über das Brauhäuser "zum Schlüssel" und "Schumacher" schließlich zum "Füchschen" - wo wir uns gegen 22:30 unser wohlverdientes Essen aus der gutbürgerlichen Küche (Mettwurst mit Kartoffelpürree und Sauerkraut oder Eisbein) einverleiben können. Die unterschiedlichen Biere zu probieren und die unterschiedliche Atmosphäre in den Brauhäusern zu erkunden wäre alleine schon eine tolle Sache gewesen, aber richtig rund wurde das Ganze klar durch Frau Annette Wegner, deren Begeisterung bei Ihren Erzählungen unweigerlich auf die ganze Runde überschwappte. Man hätte noch stundenlang zuhören können und es wäre nie langweilig geworden! Herzlichen Dank Frau Wegner an dieser Stelle auch nochmal für so einen tollen Nachmittag - ich habe mich auf einen schönen Tag gefreut, aber der Nachmittag hat meine Erwartungen weit übertroffen!